Um anderen Betroffenen Mut zu machen, haben wir unsere Patientinnen und Patienten gebeten, in kleinen Fragebögen von ihrem Alltag im TCE zu erzählen. Die erste Rückmeldung kommt von einer 18-Jährigen, die sich gerade in Phase 2 der Therapie – der Intensivphase – befindet. Das bedeutet: Wohngemeinschaftsleben, ein strukturiertes Essprogramm, viele therapeutische Gruppen und die ersten Schritte zurück ins normale Leben. Welche Erfahrungen sie in ihren ersten Wochen gesammelt hat, welche kleinen Momente sie zum Schmunzeln gebracht haben – und was sie ihrer Essstörung am liebsten sagen würde – könnt ihr hier nachlesen.
Wie lange bist Du schon im TCE?
Seit sechs Wochen.
Was ist Dein Lieblingswochentag im TCE und warum?
Dienstag, wegen Yoga.
Was ist das beste am Leben in den Therapeutischen Wohngruppen?
Immer jemanden zum Reden zu haben, sich gegenseitig gut zu ergänzen.
Was ist Deine lustigste/skurrilste/bewegendste TCE-Geschichte?
Beim Kochen haben wir die Füllung für Wraps falsch verteilt, mussten dann nochmal alle Wraps aufmachen und die Füllung umverteilen – wir haben uns wie in einer Kochshow gefühlt.
Wenn Deine Essstörung ein Emoji wäre, welches wäre sie und warum?
Ein Geist – manchmal ist sie gar nicht da und dann doch wieder.
Wenn Du Deiner Essstörung eine Sache sagen könntest, was wäre das?
Du machst gar keinen Sinn.
Worauf freust Du Dich am meisten, wenn Du an Dein Leben ohne Essstörung denkst?
Spontan mit Freunden an einen See fahren, ohne über das Essen nachzudenken.
Was ist Dein Genesungsmotto?
Zurück zum alten Ich vor Corona.
Bildnachweis: Christin Büttner
Jukis, 12- bis 15-jährige Patienten im TCE